Geschriebenes: Brief an eine Brauerei

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Geschriebenes: Brief an eine Brauerei

Betrunken hat man manchmal die besten Ideen,

Ob der nachfolgende Text eine gute Idee war, werden wir sehen. Auf alle Fälle saßen wir wie jeden Donnerstag zusammen, spielten Karten und redeten – eins kam zum anderen und Zack – ich sollte einen Brief an eine nicht genannte Brauerei schreiben – Um ein wenig Einrichtung für unsere Halle zu bekommen, in der wir wöchentlich unseren Stammtisch abhalten.

Hier könnt ihr meinen Text lesen, ich hoffe er bringt euch zum Schmunzeln:

 

Sehr geehrtes Brauerei-Team,

ich schreibe Ihnen heute aus Einem etwas ungewöhnlichem Anlass und weiß wirklich nicht, wie ich anfangen soll. Ich schreibe als der „Depp vom Dienst“, der nach überschwänglichem Genuss Ihrer Weizen in einer Männerrunde auserkoren (nennen wir es „gewählt“) wurde, um diesen Brief zu verfassen. Lassen Sie uns aber am Anfang beginnen:

Wir (das ist eine Gruppe aus rund zehn Männern in den besten Jahren, gutaussehend) sind gerade dabei uns eine sogenannte „Man-Cave“ einzurichten. Auf „Gut-Deutsch“: Wir sitzen gerne zusammen, spielen Darts oder Karten und trinken ein paar Bierchen. Dazu haben wir uns eine kleine Halle eingerichtet, in der inzwischen ein Dart-Automat, eine Eckbank und ein Tisch steht. Wie Wir eben sind, werden die Toiletten und die Bar nachträglich eingebaut – Hauptsache wir haben donnerstags ein Plätzchen, um unseren „Männerabend“ zu feiern.

Da der Großteil unseres Geldes für den genannten Dartautomat (Die Dinger sind ordentlich teuer!) und einen Getränkeautomaten (Von Spezi – eher untypisch, das Bier ist trotzdem kalt) verprasst wurde, wollte ich nachfragen, ob bei XXXXXX vielleicht Menschen mit Herz sitzen, die unsere Lage verstehen können – einen Abend in der Woche weg von der Frau sein. Die freut sich schließlich auch, wenn sie mal Ruhe hat.

Ich wollte nachfragen, ob Sie uns vielleicht ein paar unnütze Kleinigkeiten aus dem Lager spenden würden…das Zeug von ganz hinten, dass eh keiner mehr braucht oder überhaupt weiß, dass es noch da ist. Weizengläser, Bierdeckel, Lampen, Flaggen…wir sind für Alles, wodurch die Halle wohnlicher wird, dankbar – bisher haben wir nämlich nichts!

Jetzt denken Sie sich wahrscheinlich: „Zefix, wieder so ein Schnorrer!“ – darauf kann ich im ersten Moment auch nur mit: „Jupp!“ antworten, ABER: Ich bin Autor (deswegen wurde ich auch „gewählt“) und kann Ihnen anbieten, dass ich den ganzen Vorgang auf meiner Internetseite, inklusive eines Bildes von rund zehn (gutaussehenden) lachenden Männergesichtern (und Herzen) online stelle. Das Ganze wird natürlich über alle sozialen Kanäle verbreitet und bevor Sie sich umsehen, wird ganz Bayern daran erinnert, wie gut die Leute bei XXXXXX drauf sind. Nicht dass sie das nötig hätten, natürlich! Der letzte Satz war schließlich nur Spaß. Es wäre allerdings eine ungewöhnliche und besondere Art des Marketings, von dem beide Parteien profitieren können.

Lassen Sie sich doch bitte meinen Vorschlag durch den Kopf gehen. Auf eine Antwort Ihrerseits freue ich mich jetzt schon!

 

Mit freundlichem Prost!

 

Christian-Lothar Ludwig

 

 

Ob dabei etwas raus kommt, lass´ich euch wissen!

 

Lust weiter zu lesen? Wie wäre es mit meiner Kurzgeschichte: „Ich liebe Großstädte„?

 

Update 22.10.2017:

 

Inzwischen ist ein Paket von der Brauerei eingetrudelt: Weizengläser, diverse Brauereiartikel wie Flaschenöffner, Spielkarten etc. und ein Gutschein über eine Kiste Bier. Es hat also wirklich funktioniert! Die Brauerei darf ich leider nicht nennen – zum Schutz vor Neidern. Schade!

 

C-L

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