Puerto Rico
14. März 2018
Barbados
17. April 2018

Amerikanische Jungferninseln: Saint Thomas

Saint Thomas via Kreuzfahrt

Während unserer Zeit in Ponce suchten wir nach einer günstigen Möglichkeit weitere Inseln der grandiosen Karibik zu besuchen. Nachdem wir uns über Flüge, Verbindungen auf dem Seeweg und Hotels informiert hatten, buchten wir, als billigste und einfachste Lösung, eine Kreuzfahrt. Dadurch konnten wir innerhalb einer Woche fünf verschiedene Inseln sehen, hatten alle Mahlzeiten inklusive und jede Nacht eine kleine, klimatisierte Kabine. Im Allgemeinen war das Ganze äußerst nobel, verglichen mit den Monaten in Ecuador und Puerto Rico. Ich musste mich sozusagen erst an die warme Dusche gewöhnen. Der erste Hafen unserer Tour lag auf Saint Thomas, einem Teil der Amerikanischen Jungferninseln.

Saint Thomas hat eine Fläche von etwa 80 km² und beheimatet circa 51.000 Menschen. Die Haupteinnahmequelle ist der Tourismus, der stark von den beinahe täglich eintreffenden Kreuzfahrtschiffen geprägt ist. Ansonsten kann die Insel, die zum nationalen, amerikanischen Flugnetz gehört, wunderbar über den Luftweg erreichen werden. Im Jahre 1925 wurde das Eiland (inklusive St. Croix und St. John) für 25 Millionen Dollarn von den USA gekauft. Seitdem ist es das einzige Gebiet der Vereinigten Staaten mit Linksverkehr. Die Autos sind dennoch ausnahmslos nach amerikanisch/ europäischem Vorbild und links-gelenkt. Der Fahrer sitzt sozusagen neben dem Seitenstreifen, sehr gewöhnungsbedürftig!

Sehenswürdigkeiten der Insel

Obwohl die Insel nicht besonders groß ist, bietet sie Freizeitbeschäftigungen für jeden Geschmack. Angefangen bei allen denkbaren Wassersportarten über Wanderungen durch unglaubliche Landschaften bis hin zu steuerfreien Shopping-Möglichkeiten (Diamanten sind sehr beliebt) oder erstklassigen Golf-Kursen ist alles verfügbar und nicht weit weg. Wir haben an einer zweistündigen Tour über die Insel teilgenommen und unsere restliche Zeit an einem der wunderschönen Strände verbracht. Die Bilder sprechen hierbei für sich selbst. Übrigens ist das Wasser angenehm warm und strahlt in Karibik-typischen Blau-Tönen. Ich bin für gewöhnlich schnell braun, vertrage viel Sonne und könnte aus der Wüste stammen; in der Karibik, hab´ ich Sonnenbrand bekommen.

Ansonsten findet man bei einem Spaziergang oder einer Spazierfahrt unzählige Motive für Fotografie. Neben unzähligen Brunnen und Statuen hat man von überall eine wunderbare Aussicht über Buchten und Strände sowie Erinnerungsstücke an vergangene Zeiten. Darunter sind historische Gebäude, wie auch durch Naturkatastrophen zerstörte Orte und Bauten. Die älteren Häuser zeugen von der Dänischen Kolonisierung im 17. Jahrhundert und deren teilweise dunklen Historie: Eine Zeit lang wurden hier die größten Sklaven-Auktionen der Welt veranstaltet. Das Ganze scheint geradezu absurd, wenn man die Insel heute sieht. Passend dazu: Ein Taxifahrer hat mir erzählt, dass die Anwohner ihre Herkunft kennen und Freiheit nicht als selbstverständlich sehen, bewundernswerte Einstellung.

 

Als nächstes verbrachten wir einige Stunden auf Barbados, mein Favorit der Kreuzfahrt. Einige Bilder und ein Video dazu gibt es im nächsten Beitrag.

 

C-L

 

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