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Ecuador: Tena – Amazonas

Tena – Das Tor zum Amazonas

Der Aussichtsturm in Tena

Tena ist eine Stadt mit rund 20.000 Einwohnern und liegt an der Grenze zum Amazonas. Die meisten Touristen kommen in die Gegend, um an geführten Expeditionen in den Regenwald teilzunehmen. Es werden Touren zwischen einem und vierzehn Tagen offeriert, individuelle Angebote können aber auch verwirklicht werden. Ansonsten ist die beliebteste touristische Aktivität das Kajak fahren, weswegen man ständig mit Kanus überladene Autos durch die Straßen fahren sieht .

Ein Schnappschuss der Stadt, rechts die Insel mit dem Park

Die Sehenswürdigkeiten

In der Stadt gibt es nicht viele Sehenswürdigkeiten. Hauptsächlich den „La Isla Park“, der sich direkt neben der neuen Fußgängerbrücke und dem Aussichtsturm befindet. Dort haben wir ein männliches Tapir getroffen, dass sich irgendwie zu viel über meine Streicheleinheiten gefreut und sein fünftes Bein ausgefahren hat. Ich bin sofort geflüchtet, das Tier ließ aber nicht locker und sprintete hinterher – ein komischer Moment.

Ein wahrscheinlich einsamer Tapir

Man beachte das fünfte Bein

Hätte das Tier nicht etwas an der Pfote gehabt, ich wäre wohl Opfer eines liebestollen Tapirs geworden. Die eigentlich schwerfällig wirkenden Tiere können offensichtlich weit schneller rennen, als ich es für möglich gehalten hätte! Ansonsten bietet der Park einige schöne Gelegenheiten für die Fotografie und eignet sich sehr gut um abzuschalten. Wir haben einige Stunden in dem Park verbracht, die Auswahl an Pflanzen und Vogelarten ist einfach überwältigend.

Der La Isla Park

Eine Tour durch den Amazonas…

Der beste Ausblick unserer Tour

Von den oben genannten Touren haben wir eine eintägige gebucht: zu Fuß zu 3 Wasserfällen und wieder zurück. Gummistiefel, Essen und Getränke waren im Paket für 50 USD pro Person enthalten und wir starteten spontan am späten Vormittag in Richtung Amazonas. Von der Straße aus liefen wir in ein kleines Resort und dann in den Dschungel. Unseren Weg durch den Dschungel hatten wir beide allerdings gehörig unterschätzt. Anstatt des netten Spaziergangs, den wir erwartet hatten, ging es flussaufwärts über grenzwertige Leitern, enge und rutschige Vorsprünge und an Seilen Wasserfälle nach oben, immer tiefer in den Dschungel. Beim Buchen hatten wir unterschrieben, dass wir einen „moderaten“ Gesundheitszustand hatten – jetzt verstanden wir, warum. Zur Belohnung für unsere Anstrengungen konnten wir uns allerdings in den natürlichen Pools abkühlen und das Quellwasser trinken.

Eine Scheibe von einem Baum, die als Dekoration verwendet wird

… und Ameisen als Snack

Nachdem wir den letzten Wasserfall erreicht und uns ein letztes Mal abgekühlt hatten, ging es den steilen Berg neben dem Wasserfall nach oben und mitten durch das Pflanzendickicht in Richtung Treffpunkt. Auf dem Weg hat unser Guide immer wieder angehalten und uns die Fauna, Pflanzen und Tierwelt erklärt. Wir bekamen Ameisen zu essen, die wir wortwörtlich aus dem Stiel eines Blattes gelutscht haben. Das komische: Sie schmecken nach Zitrone. Der Name der Ameise: Lemon Ant. Noch komischer: das Krabbeln zwischen den Zähnen. Sich mit den Tierchen satt zu essen dauert vermutlich eine Weile, sie schmecken allerdings weit besser als erwartet und wirken erfrischend!

Ein Wasserfall, den wir hoch-geklettert sind

Der Weg durch den Dschungel war alles andere als einfach und ich erinnerte mich abermals an den „moderaten Gesundheitszustand“. Ich würde eine Tour wirklich nur Leuten empfehlen, die körperlich wenigstens halbwegs fit sind. Wir kletterten oft an steile, rutschige Abhänge entlang, bei denen ein falscher Tritt mit einem tiefen Sturz enden würde. Auch das Hochhangeln an den Wasserfällen oder einer „natürlichen Brücke“ würde ich nicht jedermann zutrauen. Übrigens unterschreibt man mit dem moderaten Gesundheitszustand auch, dass man sich im Dschungel verletzen könnte und nur schwer zu erreichen ist.

Einige einheimische Blumen

Nach etwa 5 Stunden kamen wir zurück auf die Straße, beide heilfroh. Die ersten Stunden im Wasser hatten Spaß gemacht, dafür war der Rückweg eher unspektakulär. Ich würde die Tour trotzdem wieder mitmachen – allerdings direkt in Badehose aufkreuzen und wirklich nur das Nötigste mitnehmen. Wir hatten einen Rucksack dabei, der enorm gestört hat.

Die Aussicht vom Aussichtsturm

Im Anschluss an Tena fuhren wir mit dem Bus nach Papallacta, meinem Favorit auf unserer Reise. Was es dort Besonderes gibt, lest ihr im nächsten Beitrag!

Tes mit guter Laune

C-L

 

 

 

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