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Hallo!

Ich wurde vor einigen Wochen von Chahat Surtani aus Delhi in Indien angeschrieben. Sie arbeitet für Lynkube, eine Gemeinschaft, die sich damit beschäftigt, die Interessen von Kindern zu fördern. Die Internetseite bietet eine Lern-, Engagement- und Mentorenplattform für Schüler, die sich auf außerschulische Aktivitäten konzentriert und nebenbei unabhängige Interessengemeinschaften für Schüler im ganzen Land aufbaut.

Ich wurde gefragt, ob ich Lust hätte, mit etwa 15-20 Kindern im Altern von 8-12 Jahren einen Erfahrungsaustausch über das Schreiben zu betreiben. Selbstverständlich!

Also habe ich mich am 13.02.2021 in ein Meeting eingewählt, mich anfangs mit der Moderatorin Richa Singh unterhalten und gewartet, bis die Kinder dazukamen. Da wurde es dann richtig lebhaft und es war leicht zu merken, dass die Kinder Interesse am Schreiben zeigen.
Zu Beginn habe ich ein wenig über meinen Werdegang erzählt, wie ich zum Schreiben und den Kinderbüchern gekommen bin, welche Bücher ich veröffentlicht habe und worum sich mein Texte drehen. Nebenbei habe ich natürlich alle aufkommenden Fragen Fragen der Kinder beantwortet.

Dann durfte ich mir spontan den Anfang einer Geschichte ausdenken, die die Kinder weiterspinnen sollten: „Es war einmal ein Elefant, der war nicht grau, sondern rosa!“ Die Kinder ließen mühelos die Geschichte fortlaufen und setzten die Eckpunkte des rosa Elefanten: Andere Elefanten haben nämlich krumme Ohren, andere können fliegen, also ist ein rosa Elefant eigentlich nur außen besonders. Er fand trotz allem einen Freund. Als Mittelteil fuhr ich mit einem Satz fort: Der rosa Elefant begab mit seinem grauen Freund auf die Suche nach einem gleichfarbigen Elefant. Die Kinder setzten fort und bestimmten das Ende: Als der rosa Elefant endlich einen anderen in seiner Farbe gefunden hatte, mochte er den rosa Elefant überhaupt nicht, denn: Was zählt, sieht man nicht von außen. Das Innere ist viel wichtiger. Eine schöne Geschichte erzählt in wenigen Sätzen.

Außerdem wurde ich nach Tipps gefragt, die ich persönlich beim Schreiben wichtig finde. Die findet ihr nach den Screenshots:

Richa Singh

 

Im Gespräch mit den Kindern

Schreibtipps von mir:

Die Tipps, die ich weitergegeben habe, sind folgende:

 

Finde deinen eigenen Stil, niemand schreibt wie du.

Denk daran, für wen du schreibst. Pass deine Wörter an.

Lies in allen Genres, die dir gefallen.

Versuch deine Texte in eine andere Sprache zu übersetzen und schau dir an, was das mit dem Verständnis deiner Muttersprache macht.

Man sagt: Hör nie auf zu lernen, ich würde sagen: Lern‘ immer weiter.

Niemanden geht dein erster Entwurf etwas an – schreib, was dir in den Kopf kommt.

 

Angesetzt war eine halbe Stunde Gespräch mit den Kindern, es wurde allerdings fast eine Stunde. Ich hätte mich gern noch länger mit ihnen unterhalten. Mir hat das so viel Spaß gemacht, meine Erfahrungen an junge, ambitionierte Schreiber weiterzugeben – es war eines meiner schönsten Erlebnisse in der Pandemie. Zum Abschluss noch ein Sharepic von einem der teilnehmenden Kindern:


Wer möchte, findet Lynkube auf Facebook, Instagram und Twitter, als auch auf ihrer Homepage.

Viel Spaß beim Stöbern!

C-L

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