Rumänien: Arad – Scarisoara Höhle

Rumänien: Cluj Napoca – Salina Turda
3. Juli 2017

Rumänien: Arad – Scarisoara Höhle

Der Hintergrund unserer Reise

Ich bin in Rumänien geboren und habe dort gelebt, bis ich vier Jahre alt war. Die jährlichen Besuche bei meiner Großmutter gaben mir zwar einen groben Einblick in das Leben, ansonsten wusste ich aber kaum etwas über mein Geburtsland. Da ich das ändern wollte, sind meine Freundin Theresa und ich ein paar Tage durch das Land am Schwarzen Meer gefahren. Ende Juli 2016 haben wir uns auf den Weg gemacht und sind in einem Rutsch die 1100 km von Deutschland bis Arad (Die Stadt der Märtyrer) gefahren. Dort bin ich zur Welt gekommen und habe nach wie vor Verwandtschaft, die ich ab und zu besuche. Dort steht auch mein liebster Baum. Er zieht jeden Abend seine Blätter zusammen, um sie morgens wieder auszustrecken. Er geht sozusagen „schlafen“:

Nachdem wir einige Tage bei meiner Großmutter verbracht hatten, haben wir unsere Route durch das Land gestartet. In diesem Beitrag dreht es sich um unseren ersten Tag. Hier ging es von meiner Geburtsstadt Arad bis nach Cluj-Napoca, auf Deutsch auch Klausenburg genannt. Das Beitragsbild ist übrigens bei meiner Großmutter entstanden.

Die Fahrt zur Scărișoara-Höhle

Wir sind früh am Morgen aufgebrochen und haben damals einen der wenigen regnerischen Tage im sonst so schönen rumänischen Sommer erwischt. Schon nachdem wir Arad nur wenige Kilometer hinter uns gelassen hatten, wurde die Straße relativ schlecht und viel mehr als 60 km/h waren kaum möglich. Zum einen wegen der ordentlich tiefen Schlaglöcher in der häufig geflickten Betondecke, zum anderen musste man hinter jeder Kurve eine Kuh, Schafe oder Ziegen auf der Straße erwarten. Man sieht auch immer noch Kutschen auf den Straßen, die mit nur einer Pferdestärke und fehlender Beleuchtung hauptsächlich nachts eine echte Gefahr darstellen können.

 

Die Scărișoara-Höhle

Nach etwa fünf Stunden Fahrt für rund 220 km erreichten wir unser erstes Ziel – die Scărișoara-Höhle im Apuseni-Gebirge. Sie liegt mitten in einem wunderschönen, naturbelassenen Gebiet, das wahrscheinlich Wanderer am meisten anspricht. Die Hinfahrt bot einen ersten Eindruck, auf was noch kommen sollte. Die rumänische Landschaft ist grandios, abwechslungsreich und grün. Man sieht ständig alte Burgen und Ruinen und die Luft ist wirklich sauber. Nachdem wir am Parkplatz unser Auto abgestellt hatten, ging es noch für einige Minuten zu Fuß über unbefestigte Pfade zur Höhle.

Die Höhle kann über eine Kombination aus steiler und sehr rutschiger Stahltreppe sowie einer Holztreppe erreicht werden. Insgesamt sind es etwa 450 Stufen, bei denen, vor Allem bei Regen, Vorsicht geboten ist. Allerdings ist allein der Ausblick auf den Zugang zu der “Grotte” die Mühe wert, da man beim Hinabsteigen schon den “Bodenbelag” der steinernen Höhle sehen kann. Hierbei handelt es sich um deinen unglaublichen großen Eisblock unter der Erde, der auf ein Alter von etwa 3500 Jahren datiert wird und eine Dicke von 26 Metern hat.

In der Höhle selbst gibt es eine Käferart, die nirgendwo anders auf der Welt zu finden ist. Außerdem fällt in dem Gewölbe immer ganz leicht Schnee, was allerdings auf keinem der Bilder zu erkennen ist. Meine Kamera war damals nicht so gut. Da gerade Wartungsarbeiten durchgeführt wurden, war unser Besuch allerdings relativ kurz. Bis auf einen Rundgang über einen Holzsteg gab es nicht viel zu sehen und die Führung wurde leider nur auf Rumänisch gehalten. Im Allgemeinen war es trotzdem ein schönes, aber kaltes Erlebnis. Die kurze Hose war definitiv die falsche Wahl! Spaß gemacht hat es trotzdem, auch wenn ich auf  dem Bild nicht unbedingt lächle:

Fazit des ersten Tages

Von der Höhle aus fuhren wir dann direkt weiter nach Cluj-Napoca, wo wir unsere erste Nacht verbracht haben. Im Nachhinein würde ich sagen, dass der erste Tag der schlechteste auf unserem Road Trip war. Das bedeutet allerdings nur, dass die anderen Tage noch schöner waren, von schlecht kann keine Rede sein, auch wenn der Beitrag nicht unbedingt danach klingt. Die rumänische Landschaft, die wir auf unserer Fahrt zu Gesicht bekamen, macht nämlich einiges wett! In die Höhle selbst würde ich nicht nochmals gehen – einmal reicht.

Der nächste Beitrag dreht sich um die Stadt Cluj Napoca und einen Freizeitpark in einem Salzbergwerk: Die Salina Turda. Viel Spaß beim Lesen!

C-L

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