Bewusst Leben 2: Es ist mein Leben

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Bewusst Leben 2: Es ist mein Leben

Mein Leben, mein Glück

Als Kind wurde einem oft die Frage gestellt, was man im späteren Leben einmal werden möchte. Die beliebtesten Antworten sind dabei vermutlich Tierarzt, Feuerwehrmann oder irgendetwas mit Dinosaurier. Ob diese früh gesteckten Ziele auch erreicht werden, ist fraglich. Zumeist drängt einen das Leben, die Eltern, Freunde und Bekannte auf einen anderen Weg, den man so nie beabsichtigt hat. Woher soll man in jungen Jahren auch wissen, womit man sich sein Leben lang beschäftigen möchte? Man lässt sich also treiben und „schaut sich die Vorschläge der anderen an.“ Im Handumdrehen sind zehn Jahre vergangen, man hat sich inzwischen mit seinem Job arrangiert und wartet von Montagmorgen bis Freitagmittag auf das Wochenende, an dem man tun und lassen kann, was man möchte.

Viele kennen dieses Gefühl, haben es allerdings akzeptiert. Mir drängen sich bei diesem Gedanken abermals Fragen auf, die ich teilweise in meinem letzten Beitrag schon angesprochen habe: Was will ich vom Leben? Wer will ich in meinem Leben sein? Was möchte ich in meinem Leben erreichen?

Mit diesen Fragen grenzt man „sein eigenes Glück“ massiv ein. Wichtig dabei ist, dass kein Traum zu groß ist – auch wenn man das ständig erzählt bekommt. Das ist der Horizont der anderen. Deiner kann/ darf/ sollte/muss davon abweichen. Du hast schließlich deinen eigenen Verstand und entscheidest, was für dich möglich und machbar ist. Außerdem ist es dein Leben. Wenn du Bienen züchten möchtest, dann fang an…wer hält dich auf?

Die Liste

Wenn man einen Bekannten trifft, dreht sich das Gespräch meistens um Haus, Partner/in, Kind und Beruf. Es wird aus irgendeinem Grund erwartet, dass die „Liste“ beider Gesprächspartner identisch ist. Im Hirn der Masse will schließlich jeder Kinder, ein eigenes Haus und mindestens ein Auto. Dass allerdings Menschen existieren, die keine Kinder wollen; vielleicht keine kriegen können, wird ignoriert und sich munter in die tiefste Privatsphäre des Individuums gefragt. Ob man sich dabei vielleicht auf dünnem Eis bewegt, weil das Pärchen vor einem seit Jahren versucht schwanger zu werden, daran denkt niemand. „Man ist ja schließlich nur neugierig!“, heißt es. Trotzdem: Nichts sagen ist oftmals angebrachter. Anstatt jedoch vor der eigenen Haustüre zu kehren, macht die Masse lieber beim Nachbarn sauber. Dafür gibt es nur eine Antwort: Es ist meine Tür. Die geht niemanden etwas an.

Ständig erkundigen sich Mitmenschen, wie weit man den schon seine Liste abgearbeitet hat: „Läuft der Hausbau? Wann kommt der Nachwuchs? Bist du immer noch Single?“ Wie es einem geht, ob man glücklich ist…das interessiert kaum jemanden. Dabei wäre das die anständigste und angebrachteste Frage von allen. Sie ist allgemein und doch grenzt sie ein. Es geht schließlich nur mich etwas an, ob ich aus dem Job geflogen bin, Beziehungsprobleme habe, etc. Wenn ich darüber reden möchte, dann fange ich von selbst an. So einfach ist es.

Interessieren sich die Leute allerdings überhaupt für mein Wohlbefinden? Die meisten vermutlich weniger. Sie wollen bestätigt werden und hören, dass man zumindest ähnliche Dinge glaubt wie sie selbst – meist purer Pessimismus, ummantelt von einer dünnen Schicht Optimismus. Die wenigen, die mehr Interesse zeigen, sind es allerdings wert, gefunden zu werden. Das sind die, die nicht darauf hoffen, dass man ähnlich miserabel ist. Ich rede von Leuten, die am Boden liegen und einem trotzdem aufhelfen. So sieht mein Verständnis von Familie und Freunden aus. Der Rest ist Kür…man weiß allerdings auch nie, was sich im Lauf der Jahre entwickelt. Das liegt ganz allein beim Einzelnen. Feinde können zu Freunden werden und umgekehrt.

Es ist mein Leben

Warum lasse ich also Menschen in mein Leben, die mich ausnutzen, mich unfair behandeln oder sich nur melden, wenn ihnen langweilig ist? Ist es Gewohnheit, weil die Freundschaft schon lange besteht, hat man Angst allein zu sein oder ist es schlichtweg die Anziehungskraft des anderen? Jeder Mensch hat vermutlich ein paar solcher Bekannter. Möchte ich ihnen meine wertvolle Zeit schenken? Das muss jeder für sich entscheiden. Eins ist allerdings sicher: Dein Leben gehört dir. Es liegt an dir, mit wem du deine Zeit teilst und ob dir dein Leben gefällt oder nicht. Das Blatt hört nach einem Schlussstrich nämlich nicht auf. Zur Not fängt man ein neues an. Auch neue Freunde und Bekannte kennen lernen ist in jedem Alter möglich. Man muss sich nur trauen und Menschen ansprechen. Jegliche Art von Beziehung fängt schließlich mit einem Hallo und einer fremden Person an.

Was will der mir sagen?

Ich möchte dir in diesen Zeilen vermitteln, dass du mehr auf dich selbst und weniger auf andere achten solltest. Unsere Gesellschaft hat sich leider zur gegenseitigen Abhängigkeit entwickelt, die niemandem nützt. Im Endeffekt hilft einem kaum einer auf, wenn man am Boden liegt. Die Guten legen sich dazu, schauen Sterne und reichen die Hand, während einen die schlechten als Treppe oder Sprungbrett nutzen. Wenn du das ändern möchtest, dann brich aus deiner Opferhaltung aus. Bau deine Persönlichkeit aus und verfolge deine Ziele – nicht ständig die der anderen.

Zum Abschluss möchte ich nochmals kurz zur Einleitung abdriften. Was wolltest du als Kind werden? Existiert dieser Traum noch? Gibt es inzwischen größere? Was tust du, um sie Wirklichkeit werden zu lassen? Eins ist sicher: Deine Träume werden dir nicht auf dem Silbertablett serviert. Du musst aufstehen und sie dir holen. Anfangs wenige Minuten am Tag, irgendwann reicht es vielleicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten… mit Arbeit, die Spaß macht. Das hat kaum jemand!

 

Über Kommentare zu meinem Artikel freue ich mich riesig. Teilen und weitersagen ist natürlich auch erwünscht. Wem meine Arbeit gefällt ist auch herzlich eingeladen, mich mit einer kleinen Spende zu unterstützen. Ich nutze sie, um mehr zu schreiben.

C-L

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