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Bewusst Leben 4: Neues ausprobieren

Neues ausprobieren

Was hindert uns daran, etwas Neues auszuprobieren? Sind unsere Freunde daran schuld, die ständig die gleichen Restaurants und Bars besuchen wollen? Probieren wir die neue Sportart etwa nur nicht aus, weil niemand Bekanntes mit uns zum Probetraining gehen möchte? Trauen wir uns nur nicht, dieses eine Land zu bereisen, von dem die anderen sagen, dass es gefährlich ist, obwohl sie selbst nie vor Ort waren? Wem kann ich die Schuld geben, wenn ich selten meinen eigenen Horizont erweitere? Ich bin mir sicher, dafür ist nur eine einzige Person verantwortlich.

Gewohnheitstier Mensch

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier!“, hört man oft. Ist das wirklich so und was macht uns dazu? Wenn man an die Zeit vor einigen tausenden Jahren denkt, kann der Mensch unmöglich ein Gewohnheitstier gewesen sein. Es galt zu überleben, egal wie und wo. Schwer vorstellbar, dass damals nur Beeren an bestimmten Sträuchern gesammelt wurden, an denen man sich wohlfühlte. Man tastete sich vermutlich in neue Gebiete vor und sah sich nach neuen Möglichkeiten der Ernährung um. Wo ist die Neugier von damals hin? Was hat sie uns gekostet und können/ wollen wir sie zurück? Waren wir vielleicht nie neugierig und der Hunger allein hat uns in neue Gebiete getrieben? Woher kommen dann die vielen Erfindungen zwischen der Kultivierung des Feuers und Scheckkarten großen Rechenmaschinen, die locker in die Hosentasche passen. Neugier muss also da gewesen sein. Man erkennt sie nach wie vor an unseren Kindern, die die Neugier zum Lernen brauchen. Wann geben wir allerdings unsere kindliche Neugier ab und vor Allem: Warum? Sie nutzt uns beim Heranwachsen, warum sollte sie nicht auch später dienlich sein?

Viele Menschen verbringen ihren Alltag an Orten, die sie kennen und an denen sie sich sicher fühlen. Man kauft im gleichen Supermarkt ein, trifft sich zu den altbekannten Veranstaltungen und bucht am liebsten Pauschalreisen, bei denen kann schließlich nichts passieren.
Wenn dir dein Leben in diesen Bahnen gefällt, weiter so. Wenn nicht: Raus aus deiner gewohnten Umgebung und/ oder: Tu etwas, das du noch nie getan hast. Vielleicht macht es dir schlussendlich Spaß. Einstein hat dazu ein bekanntes Zitat veröffentlicht: „Ständig das Gleiche tun und andere Ergebnisse zu erwarten, ist die Definition von Wahnsinn.“ Wie viel Wahnsinn steckt also in dir?

Wer weiß, was man verpasst…

Im letzten Teil von „Bewusst Leben“ ging es darum, glücklich zu werden. Etwas Neues zu probieren ist ein großer Teil davon. Man kann schließlich nie wissen, ob die anfangs belächelte Sportart/ das Hobby nicht genau das Richtige für einen ist. Wer weiß also, was man verpasst, wenn man sich die Chance etwas Unbekanntes zu tun, entgehen lässt. Dazu gehört aber auch, mit fremden Menschen Kontakt aufzubauen und sich auszutauschen. Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass man verfrüht abbricht und weiß, dass die Person oder Tätigkeit nicht den eigenen Vorstellungen entspricht. Dann hat man immerhin eine neue Erfahrung gesammelt und hat eine neue Geschichte auf Lager. Im besten Fall hat man ein neues Hobby oder neue Freunde gefunden. Im Endeffekt kann man, mit einer etwas angepassten Denkweise, nur gewinnen.

Die Komfort-Zone und Tipps dagegen

Die Komfort-Zone ist der Bereich in eurem Leben, der euch vertraut ist und in dem ihr wisst, dass ihr alle nötigen Fähigkeiten besitzt. Ihr agiert darin selbstsicher, selbstbewusst und nach euren Gewohnheiten. Grob gesagt: Wenn du dich wohl und sicher fühlst, bist du in deiner Komfort-Zone. Du bemerkst schnell, dass du sie verlässt, wenn du dir Ausreden einfallen lässt, um etwas nicht zu tun (Kein Geld, keine Zeit). Zumeist stößt man hier gleichzeitig auf Ängste, die je nach Mensch entweder bewusst oder unbewusst wahrgenommen werden: Die Angst vor Menschen zu sprechen, Höhenangst, Beziehungsängste, Versagensängste etc. Durch das Verlassen unserer gewohnten Umgebung stellen wir uns diesen Ängsten, verbessern unser Wissen und Fähigkeiten und lernen uns selbst besser kennen. Oftmals bemerkt man auch erst, wenn man etwas angefangen hat, dass man die Fähigkeiten besitzt, es zu Ende zu bringen. Was spricht also dagegen, einfach anzufangen?

Viele Menschen haben schlichtweg Angst vor dem Unbekannten. Aus selbst auferlegten Gründen fühlen sie sich in ihrer gewohnten Umgebung so wohl, dass sie sich unmöglich vorstellen können, dass außerhalb davon sehr viel Spaß auf sie wartet. Mit diesem Text möchte ich die Lust darauf wecken, sich mit Freude in neue Erfahrungen zu stürzen. Egal was passiert, es ist mindestens für eine witzige Geschichte gut. Man kann also nur gewinnen.

C-L

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