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Besser Leben 30: Inspiration der Natur

Es gibt unendlich viele Wege, um Inspiration zu finden. Über einige, von Menschen gemachte Inspiration habe ich in meinem vorherigen Post geschrieben. Daher möchte ich mich in diesem Beitrag einer anderen, allgegenwärtigen Möglichkeit widmen: Der Weg in die Natur. Je nach Persönlichkeit mag man den Wald, das Wasser, den Strand oder die Berge bzw. irgendetwas, dass dazwischen liegt. Manche mögen Sonne und Hitze, andere Schnee und Kälte. Einigen gefallen die Jahreszeiten, andere haben lieber jeden Tag ähnliches Klima. Je nachdem wo man sich befindet, variieren die Tiere, die Pflanzen und das Gestein als auch das Wetter und die Wolken. Dementsprechend findet man andere Inspiration.

Wozu ich diesen Text schreibe:

Wer mit offenen Augen über unseren Planeten läuft, entdeckt dabei eine unvorstellbar große Menge an Inspiration. Diese allerdings zu lesen und zu verarbeiten ist eine Kunst, die für Ungeübte äußerst schwer oder sogar inexistent scheint. Mit einigen Beispielen von meiner Seite möchte ich euch eventuelle Schwierigkeiten abnehmen. Ich kann mir nämlich gut vorstellen, dass man nur das Prinzip dahinter begreifen muss und schnell anfängt sich eigene Inspiration zu suchen und zu finden. Die folgende Auflistung soll dementsprechend eine Hilfestellung sein und zeigt Erfahrungen, die ich gemacht habe. In Inspiration sieht allerdings jeder etwas anderes und sollte sie auch dementsprechend bewerten. Was ich sehe, kann für einen anderen vollständig anders sein – das gilt es immer im Kopf zu behalten.

Außerdem möchte ich erwähnen, dass wir inzwischen auch „im Außen“ global vernetzt sind – etwas, das vor 100 Jahren undenkbar war. So können wir Inspiration „aus aller Welt“ auf unseren Bildschirm holen, uns weiter bilden und lernen – oder Katzen bzw. Gewaltvideos kucken – das kann genauso Inspiration sein. Mich beruhigen Katzen, von Gewalt habe ich jedoch genug gesehen. Es gilt allerdings die „Regel“: Jeder wie er es braucht. In meinen Augen ist es daher wichtig zu tun, was man tun möchte – in jedem Moment. So leiten wir uns entlang des einfachsten/ bestmöglichen Weg der Selbstfindung. Doch auch dieser birgt möglicherweise und unter anderem Verlust, Angst und Panikattacken, an denen wir wachsen können oder uns davon nieder machen lassen. Die Entscheidung liegt beim einzelnen – auch wie der einfachste/ bestmögliche Weg aussieht bzw. aussehen muss – möglicherweise geht man diesen schon sein Leben lang. Kommen wir jetzt allerdings zu meinen Beispielen:

Inspiration der Natur:

Bäume

Zu einem Baum gibt es viel zu sagen, ich möchte mich aber auf die (für mich) wichtigste Besonderheit beschränken: Egal wie hoch ein Baum in den Himmel ragt, im Boden geht seine kleinste Wurzel eben so tief „ins Dunkle“. Für mich ist das ein Ansatz zu unserer Persönlichkeit: Je höher ich kommen möchte, umso tiefer muss ich in mich gehen. Es gibt jedoch auch Bäume, die ihre Wurzeln – vor allem in trockenen Gebieten – eher breitflächig ausbreiten – eine andere Art der Inspiration.

Krabben

Diesen Ansatz habe ich schon in meinem Buch Mitternachtssonne verwendet, da mir dieser Denkansatz sehr gefällt: Beim Krabben fangen werden die Tiere in Eimern transportiert – ohne Gefahr, dass jemals eine verloren geht. Das geschieht aus dem Grund, dass eine flüchtende Krabbe, die sich den Rand des Eimers hochangelt, von den anderen Krabben zurück nach unten gezogen wird. So wird das Leben der „aufmüpfigen“ Krabben von ihren Artgenossen beschränkt und alle sterben im Kochtopf. Eigentlich idiotisch.

Pflanzensamen

Ähnliches Prinzip wie bei einem Baum: Der Pflanzensamen öffnet sich nach unten, geht zuerst „in die Dunkelheit“ um dann nach oben ans Licht durchzubrechen. Ob das bei allen genau so dr Fall ist – keine Ahnung – mir wurde das so erzählt und hat mir gereicht.

Insekten

Über Insekten könnte ich Bücher schreiben, so faszinierend finde ich die kleinen Tiere. Sie bilden das Fundament der Nahrungskette und sind Grundlage für alle anderen Tierarten. Je größer das Tier, umso größer sein Futter – das zieht sich von oben bis unten zu den Insekten durch. Derzeit sind wir auf der Kippe des Insektensterbens, was den Anfang vom Ende unserer Rasse bedeutet hätte. Man sagt, dass es vier Jahre dauert, bis die Menschheit vor ihrem Aus steht – ab dem Tag an dem die letzte Biene stirbt. Allerdings erkennen das immer mehr Menschen und viele kleine Hände die viele kleine Dinge tun ändern das Angesicht unseres Planeten.

Ich habe in anderen Beiträgen viele Beispiele aus dem Insektenreich verwendet und auch in den Kinderbüchern „Glücklich sein mit Nevis“ und „Nevis vom Pfalzgrafenplatz“ sowie dem Bühennstück „Nevis und der Müll“ dreht es sich hauptsächlich um das Schlüpfen eines Schmetterlings. Dabei wird dieser Prozess bei einer „bewussten“ Raupe dargestellt, die weiß „was um sie herum abgeht“. Vom Urzustand als Ei sehe ich in diesem Beispiel übrigens bewusst ab:

– Raupen sehen oftmals schrecklich aus, dennoch entwickelt sich aus ihnen ein wunderschöner Schmetterling – gibt es aber auch vice verca!
– Raupen fressen so ziemlich alles, während ein Schmetterling exakt auf für ihn bestimmte Blumen landet.
– Raupen kriechen am Boden, verpuppen sich und lösen sich vollständig auf, um zu einem fliegenden Schmetterling zu werden
– Raupen benötigen viel Energie, um sich zu verpuppen, fressen deshalb sehr viel „in sich hinein“ – beim Menschen ist es genau umgekehrt, finde ich

Wölfe

Wölfe in freier Wildbahn verhalten sich ganz anders, als unser Bild des Alphamännchens, dass ständig um seine Vorherrschaft kämpfen muss, vermittelt. Wenn sich ein Wolf unterwirft, tut er das freiwillig. Eine erzwungene Unterwerfung ist somit inexistent. Eigentlich bilden immer Pärchen ein Rudel, die ein Leben lang zusammen bleiben und gemeinsam den Nachwuchs aufziehen. Sie paaren sich nur miteinander, während der Nachwuchs Narrenfreiheit hat und tun und lassen kann, was er will. Die ausgewachsenen Jungtiere wandern ab, während die anderen Nachkommen verschiedenster Altersstufen bei den Eltern bleiben. Viel menschlicher, als man denkt, finde ich. Das alte Bild der Wölfe entstand übrigens bei Beobachtungen in Gefangenschaft – das ist wichtig zu wissen!

Seestern

Es gibt Arten von Seesternen, die sich mittlerweile und durch unbewusste Mithilfe des Menschen unkontrolliert über die Weltmeere ausbreiten. Sie reisen an Booten und in Schiffstanks durch die Meere, lassen sich in neuen Lebensräumen nieder und zerstören durch ihre massive Reproduktionsrate Korrallenriffe und die Lebensräume anderer Tiere. Man könnte sie beinahe eine „hirnlose Pest“ nennen, für die wir ein Gegenmittel benötigen. Andere Arten des Seesterns sind jedoch vom Aussterben bedroht – es ist eine äußerst interessante Gattung, von der die Menschheit viel lernen kann.

Meer

Als Lebensraum für eine unvorstellbare Artenvielfalt ist das Meer schlichtweg riesig und wirkt für sich selbst verantwortlich. Dennoch lässt es sich vom Mond – durch Ebbe und Flut – leiten. Es gibt anscheinend immer einen größeren Fisch.

Wolken

Wer sich auf eine Wiese legt und den Wolken zusieht, kann immer mal wieder etwas Inspirierendes beobachten. Wer sich selbst Fragen stellt, kann oftmals in den Wolken eine Antwort finden. Daran zu glauben hilft dabei immens. Ich verwende das Suchen und Finden der Bilder in den Wolken als eine Art Spiel, das die Fantasie anregen soll.

Mond und Sonne

Die Sonne ist der Ausgangspunkt unserer Lebensenergie, ohne unsere Sonne gäbe es keine Menschheit. Sie spendet Licht und Wärme, ist für das Wachstum unserer Pflanzen und in Folge für die Existenz aller Tieren verantwortlich. Sogar nachts bemerken wir die Sonne – die der Mond reflektiert. Wie Pink Floyd auf ihrem Album „Dark Side of the Moon“  zum Abschluss verkünden: Der Mond ist faktisch dunkel, er wird nur durch die Sonne erhellt.

Für unterwegs

Diese Zusammenstellung sind meine Ansichten und meine Art die aufgeschnappte Inspiration zu interpretieren. Speziell im Insektenreich gibt es allerdings derart viele Lebensformen mit unterschiedlichen Angewohnheiten, Spezialitäten und Fähigkeiten, dass wirklich für jeden Menschen das Passende dabei ist. Wichtig ist danach zu suchen, dann kommt die Inspiration von allein. Manchmal muss man aber auch einfach anfangen und auf seinen Weg vertrauen, alles nötige um die eigenen Ziele zu realisieren findet man unterwegs. Viel Spaß beim Inspirieren und inspirieren lassen!

Gerne könnt ihr in den sozialen Netzen folgen und euch dort meine Art zu inspirieren ansehen. Die Buttons findet ihr links im Menü und am unteren Ende einer jeden Seite meiner Homepage. Falls ihr Lust habt mich zu unterstützen – inspiriert mich oder gebt mir einen Kaffee aus – ich freu mich über beides!

 

Danke – Gracias – Thank you

 

C-L Ludwig

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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