Bewusst Leben 3: Glücklich sein

Bewusst Leben 2: Es ist mein Leben
17. Juni 2018
Bewusst Leben 4: Neues ausprobieren
30. Juni 2018

Bewusst Leben 3: Glücklich sein

Glücklich sein, ist das so schwer?

Was ist Glück? Wie definiert man Glück und woran erkennt man es, wenn es vor einem steht? Einfache Fragen, die auf den ersten Blick unlösbar erscheinen. Als beliebteste Antwort vermute ich daher: „Puhh, keine Ahnung!“ Wovon hängt also unser Glück ab und wie können wir glücklicher werden?

Meiner Meinung nach liegt Glück im Auge des Betrachters. Es wurde zwar schon von Einigen versucht, einen allgemein gültigen Schlüssel dafür zu entwickeln. Etwas Verständliches ist dabei aber selten herausgekommen. Die Menschheit stellt inzwischen sogar mathematische Formeln bereit, die beim glücklich sein helfen sollen. Die Gleichung ist jedoch ellenlang und der Sinn dahinter bleibt mir fern. In dieser Formel wird kurzum behauptet, dass das Glück des Einzelnen direkt vom Glück seiner Mitmenschen abhängt. Dafür hätte ich keine Formel gebraucht. Mit dem Egoismus aufhören und sich für andere freuen, reicht völlig aus! Außerdem verstrickt die Formel Variablen wie Erwartungshaltung, Belohnung, bisherige Lebensentscheidungen und noch viel mehr. Diese Faktoren in Zahlen auszudrücken scheint mir unmöglich. Benötigt man überhaupt verstörende Berechnungen, um sein Glück zu finden? Kann man Glück in Zahlen ausdrücken? Manche werden sagen: „Ja, zehn Millionen auf dem Konto. So sieht Glück aus!“

Wann ist dann der Mathematiker glücklich? Macht es ihn glücklich, sein Glück in unverständlichen Symbolen auszudrücken? Macht er den hoch bezahlten Job vielleicht nur für die ausgedehnten Urlaubsreisen mit der Frau, weil die für ihn Glück bedeuten. Möglicherweise ist der Mann körperlich behindert und es macht ihm Freude, seinen messerscharfen Verstand zum Einsatz zu bringen. Ich möchte damit etwas verständlich machen: Glück ist für jeden etwas Anderes. Manche brauchen Geld auf dem Konto, andere sind mit einer intakten Familie, Freundeskreis oder der eigenen Gesundheit zufrieden.

Reagieren mit den Umständen

Ich habe im Laufe der Jahre gelernt, dass Glück einzig und allein durch unsere Reaktionen mit der Umwelt entsteht. Anders gesagt: Das Leben ist nicht scheiße. Unsere Art darauf zu reagieren ist es! Ich meine damit, dass wir uns nie glücklich darüber schätzen, dass unsere Nase frei ist, bis zum ersten Tag der Grippe. Uns ist es egal, dass wir morgens aus dem Bett springen können…solang, bis uns der erste Bandscheibenvorfall einholt. Diese Beispiele könnte ich endlos fortsetzen. Was ich damit aussagen möchte, darf sich jeder selbst überlegen. Zusätzlich möchte ich noch einen anderen Blickwinkel auf das ganze werfen:
Angenommen ich wache gut gelaunt auf und freue mich auf meinen morgendlichen Kaffee. Während ich mir mein Müsli zubereite, bemerke ich allerdings, dass das Kaffeepulver aufgebraucht ist. Ich habe vergessen, neues zu besorgen. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten: Zieht mich dieser Umstand nach unten und lässt meine gute Laune verschwinden oder ignoriere ich die Situation und kaufe mir auf dem Weg zur Arbeit mein Heißgetränk. Vielleicht lerne ich dabei jemanden kennen, tausche ein paar Worte mit der Verkäuferin aus, etc. Aus der schlechten Erfahrung kann also noch eine schöne werden. Wenn ich mir jedoch meine Stimmung von dieser Kleinigkeit verderben lasse, bockig werde oder (auf mich selbst) wütend bin, nehme ich mir vielleicht selbst die Chance, eine bessere Erfahrung zu machen.

Das würde ich das Auge des Betrachters nennen. Je nachdem, wie ich auf die Situation reagiere, fühle ich mich. Somit sollte jedem klar sein, dass er/ sie allein bestimmen kann, ob er/ sie glücklich ist. Schließlich sind wir selbst Herr über unsere Gedanken und Reaktionen auf unsere Umwelt. Man kann sich also bewusst dafür entscheiden, ruhig zu bleiben. Probiert es einfach mal aus. Die Reaktionen eurer Mitmenschen, die mit einem Wutausbruch rechnen, sind es allein schon wert! Dieser Trick funktioniert bei den meisten allerdings nicht von einem Tag auf den nächsten, sondern (wie immer in der Persönlichkeitsentwicklung): Man wird jeden Tag ein bisschen besser.

Eine Überlegung zum Abschluss:

Eine weitere wichtige Überlegung gilt dem, was man wirklich zum glücklich sein braucht. Je nachdem schwanken die Antworten zwischen „Essen, Trinken, Gesundheit und ein Bett“ bis hin zu „Villen auf der ganzen Welt, passende Sportwagen und täglich wechselnde Bikinischönheiten“. Beide Ansichten sind verständlich, nachvollziehbar und klingen gut. Wenn man allerdings kurz darüber nachdenkt: Welcher der beiden Personen wärst du lieber? Der, der nichts hat und glücklich ist oder der, der nur glücklich ist, wenn er alles hat.

Was dich im Endeffekt zum Lächeln bringt, musst du selbst wissen oder herausfinden. Dieser Artikel soll nur eine kleine Hilfestellung geben, damit du erkennst, wie gut es dir eigentlich geht. Ein großer Schritt zum glücklich sein!

Wenn dir dieser Beitrag und meine Arbeit gefällt, würde ich mich freuen, wenn du den Artikel über die sozialen Netzwerke teilst. Gerne kannst du mir auch eine Spende zukommen lassen, damit ich weiterhin meine Arbeit kostenlos veröffentlichen kann.

C-L

 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
%d Bloggern gefällt das: