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Besser Leben 29: Inspiration

Inspiration hat meines Erachtens in unserer derzeitigen Welt wenig bis kaum Wert. Sie wird von den meisten als selbstverständlich genommen, kaum wahr genommen oder ignoriert. Auf meinem Weg habe ich selten Menschen kennengelernt, die Inspiration als einen Segen oder etwas Wertvolles erachtet haben. Die, die es tun, kommen im Leben allerdings sehr weit. In meinen Augen hat – inspiriert zu werden – einen höheren Stellenwert als Gold. Wie ich in meinem letzten Beitrag schon geschrieben habe: Gold und alle weltlichen Besitztümer bleiben nach unserem Tod auf der Erde. Durch Inspiration können wir uns allerdings als Person weiterentwickeln, uns besser fühlen, schöne Zeiten verbringen und anderen auf ihrem Weg helfen zu heilen. Die erlebten Erinnerungen können wir dann – nach unserem Ableben – mitnehmen und uns im nächsten Leben daran erinnern.

Für mich ist das weit mehr wert als alles Geld der Welt. Auf meinem Weg habe ich aber auch festgestellt, dass viele Menschen schlichtweg unerfahren im Umgang mit Inspiration sind und nicht wissen, wie man sie verarbeitet oder sogar Angst davor haben daran zu wachsen. Darum habe ich mich entschlossen einen Beitrag zu veröffentlichen und euch einige meiner Inspirationen und bei einigen die daraus resultierenden Denkansätze mitzuteilen. Erst einmal müssen wir allerdings kurz klären, was eine Inspiration ist – die beste Möglichkeit dazu sind in meinen Augen die Synonyme aufzulisten: Idee, Offenbarung, Gedankengut. Konzept, Einfall, Gedanke, Erleuchtung – um nur einige zu nennen. Wirklich greifbar ist eine Inspiration allerdings nicht – jeder wird von anderen Dingen inspiriert.

Woher inspirieren lassen?

Wer sich persönlich weiterentwickeln möchte, der sollte sich seine Inspiration suchen und zu gegebener Zeit auch finden. Das kann in Musik, Filmen, beim Essen, betrinken oder im Urlaub sein – überall – denn jeder sieht, was er sehen möchte, sehen will oder sehen muss. Das verhält sich mit Hören, Riechen, Schmecken und Fühlen genau gleich. Ob und wie die Informationen allerdings aufgenommen und verarbeitet werden und was sie für den Einzelnen bedeuten, entscheidet der Einzelne einzig und allein für sich. Selbstverständlich können andere diese Information anders auslegen, mitteilen und damit helfen – entweder durch eine für die Person bessere Ansicht oder als eine Möglichkeit um eine Meinung zu festigen. Je nach Blickwinkel kann man alles als positiv auslegen – Ansichtssache. Man kann sich auch dafür entscheiden, dass Inspiration inexistent ist – damit nimmt man sich allerdings die Chance auf Verbesserung – glaube ich zumindest. Ich lasse mich allerdings gerne eines besseren belehren – manchmal wird man einfach „betriebsblind“.

Beispiele von mir:

Reisen

Auf der Reise durch Marokko ist mir aufgefallen, dass die Marokkaner anders reagieren, wenn ihnen etwas zu Boden fällt. Anstatt sich aufzuregen, kommt ständig der gleiche Spruch: „For good luck“ – „Für gutes Glück“. Mir ist dadurch erst richtig bewusst geworden, dass man anders reagieren kann, als es die Mitmenschen tun – für mich ein riesiger Schritt.

Die Monate in Puerto Rico nach dem verheerenden Hurrikane haben mir eines gelehrt: Alles war zerstört – die Menschen lächelten – sie hatten überlebt. Sie erzählten, dass es momentan scheiße war und sie alles verloren hatten – aber sie bauen alles wieder auf. Zumindest die Menschen, die ich getroffen habe, waren so. Möglicherweise musste ich das so mitbekommen?!

Über meine Reisen findet ihr übrigens Beiträge in meinem Blog – diese sollen meine Erfahrungen verdeutlichen und sind mit einigen Bilder geschmückt.

Musik

Durch Musiker wie Stick Figure, Richard Ashcroft, Nattalie Rize, Straightline, Metallica, The Bouncing Souls, Nas, Pink Floyd, Rebelution, Social Distortion, Spice Girls (Viva Forever!) und viele viele viele andere habe ich einiges über mich selbst gelernt. Ich bin mir unklar, ob die Künstler ihre Lyrics mit Hintergedanken schreiben – ich finde allerdings, dass man in einigen ihrer Songs viel mehr interpretieren kann, als es auf den ersten Blick scheint. Teilweise gefällt mir von Künstlern nur ein Song, teilweise rotieren die Alben ein halbes Jahr in meinem Auto. Ob ein Künstler deswegen schlechter oder besser als der andere ist, ist reine Auslegungssache. So kann ein Zitat von einem unbekannten Künstler viel mehr wert sein, als die Sätze von Einstein, nebenbei bemerkt.

Für mich ein sehr wichtiger Satz kommt aus einer Kollaboration von Nas und Damian Marley aus ihrem Song „Patience“ – „Can you make peace, can you fight war“ – „Kannst du Frieden schließen, kannst du Krieg bekämpfen“

Kunst

Michelangelos „Erschaffung Adams“ aus der sixtinischen Kapelle halte ich zum Beispiel und als eines der wichtigsten Gemälde aller Zeiten: Die dargestellte, getrennte Verbindung von Gott zum Menschen; Die beiden Augenpaare, die sich auf den Verbindungspunkt konzentrieren, anstatt sich in die Augen zu sehen. Das lässige Aufliegen des Arms Adams, während Gott sich streckt. Das Festhalten Gottes an einer Frau, die ihn unterstützt (das sehe ich zumindest) – jeder kann eine für ihn passende Bedeutung in den Details des Gemäldes finden. Das offensichtlichste ist für mich allerdings, dass Gott in der Form eines Gehirn (mit anderen Menschen/Engeln/ wasauchimmer) sitzt, die ihn zurückhalten. Ich erkenne darin, dass zu viele Köche am Brei sind und diesen sprichwörtlich verderben. Soll heißen: Ohne die Gedanken anderer in den eigenen Gedanken ist man Gott am nächsten – was für mich eher – Freiheit – bedeutet.

Andere Menschen

Die Taten anderer Menschen inspirieren mich mit Abstand am meisten. Ich habe von einem Menschen gelesen, der in einer Provinz allein eine Straße in einen Berg geschlagen hat und damit die Verbindung zur nächsten Stadt von Stunden auf Minuten verkürzte – aus einem einzigen Grund: Der Arzt für seine Frau war auf dem alten Weg zu lange unterwegs und sie verstarb. Er beschloss, dass das in seinem Dorf zum letzten Mal passiert ist und fing an eine Lösung zu erschaffen – Ehrenmann!
In Fukushima haben sich die alten Mitbürger geopfert und freiwillig der Strahlung ausgesetzt, um die nachfolgende Generation vor den Folgen der Radioaktivität zu schützen – immer in dem Wissen, dass der Krebs länger brauchen würde, als sie zu leben hatten – Ehrenmänner!
Das sind nur zwei Beispiele, welchen Unterschied einzelne Menschen für nachfolgende Generationen machen können. Solche Geschichten gibt es tausende im Internet zu finden – ob sie wahr sind oder nicht – die Inspiration dahinter zählt und die ist echt.

Zum Abschluss:

Ich habe das schon einmal geschrieben, aber in diesem Fall möchte ich mich wiederholen. Für mich war und ist der folgende Satz eine meiner wichtigsten Inspirationen: Viele haben Bedenken wegen Zeitreisen in die Vergangenheit – man könnte einen Schmetterling töten und dadurch die Gegenwart massiv verändern. Den Schmetterling in der Gegenwart leben zu lassen und dadurch eine bessere Zukunft zu ermöglichen/ erschaffen – daran denken nur wenige.

Für mehr Inspiration von mir könnt ihr mir in den verschiedenen sozialen Netzen folgen. Was ich dabei erwähnt haben will: Ich poste Beiträge oftmals nur auf einer der Plattformen – falls ihr alles von mir mitbekommen wollt, folgt mir bitte auf allen Kanälen. Danke im Voraus! Falls ihr mich unterstützen wollt, könnt ihr euch gerne etwas einfallen lassen und/oder mir einen Kaffee ausgeben – siehe Menü links.

Im nächsten Beitrag werde ich abermals Inspiration aufgreifen – in diesem ging es mir um vom Menschen gemachte Inspiration – im nächsten um Inspiration aus der Natur.

 

Danke – Thank you – Gracias

 

C-L Ludwig

 

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