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Besser Leben 27: Grenzen

Wo liegen eure (mentalen) Grenzen und warum habt ihr Sie bzw. woher kommen sie bzw. wann sind sie entstanden? Als Kind war es noch so einfach ein Gespräch zu beginnen, neue Freunde zu finden und Spaß zu haben. Man kannte keine Angst und war sich nie einer Gefahr bewusst. Dann wurde man älter und fing an, sich nicht zu trauen in ein Land zu fliegen, weil einem gesagt wurde, dass es gefährlich ist oder einen anderen Mannes/ einer Frau in einer Bar oder dem Discounter anzusprechen. Wann wurde aus der Normalität die Grenze oder Blockierung, die viele in ihren Möglichkeiten beschränkt. Vor allem beim zweiten Beispiel ist das schlimmste Szenario ein ausschweifendes Nein, dass eigentlich jeder Mensch verkraften können sollte. Also: warum trauen sich viele Menschen nicht „Hallo“ zu jemand Fremden zu sagen – mir hat schlichtweg die Einsicht gefehlt, dass beinahe alle Menschen ein friedliches und freundliches Leben führen wollen und zum größten Teil nett sind.

Grenzen sprengen

Was gehört dazu, um eine dieser Grenzen zu überwinden? Wenn man es genau nimmt: Kaum etwas, außer ein paar Sekunden seinen Mut zusammen nehmen und die möglichen negativen Konsequenzen ignorieren. Anfangs funktioniert das zwar schleppend, mit der Zeit und einigen Erfahrungen wird man allerdings selbstbewusster und das „sich-selbst-überwinden“ einfacher – bis die Grenze irgendwann verschwunden ist. Dies zieht auch eine kleine Veränderung der Personalität mit sich: Man wird offener und wirkt so auf andere. Wichtig dabei ist, dass man sich verdeutlicht, dass stumm bleiben weitaus negativere Erfahrungen nach sich ziehen könnte, als den Mund aufzumachen. Wer jetzt denkt, dass er schon immer mit Mund halten durchgekommen ist, sollte evtl. darüber nachdenken, wo er mit Mund aufmachen wäre.

Mit den Grenzen verhält es sich, wie immer, im Innen und im Außen ähnlich. Im Außen haben wir Grenzen gezogen und Gebiete zu Ländern erklärt. Je nachdem, an welcher Grenze wir stehen, gestaltet sich das Überqueren einfacher oder schwieriger. Manchmal wissen wir, was uns in dem neuen Land bevorsteht, ein anderes Mal überqueren wir eine Grenze ahnungslos und sind auf die neuen Eindrücke gespannt, die sich uns bieten werden. Ähnlich funktioniert Denken – denkt drüber nach.

Die Grenze zur Positivität

Die härteste von allen Grenzen – zumindest nach meiner Meinung – ist die Grenze zur Positivität. Das liegt daran, dass wir diese Grenze selbst ordentlich gesichert haben – aus Angst, das uns das Land dahinter gefallen könnte. Sie zu überwinden benötigt Zeit und tägliche Bereitschaft sich zu ändern. Mit der Zeit erkennt man positive Blickwinkel auf Dinge, die wir landläufig wohl Einsichten nennen – und schmeißt unbemerkt die negativen von Bord. Tag für Tag ändert man so seine Einstellung zum Leben, die vielen von uns irgendwann zwischen Fernsehen, Werbung und perfektem Aussehen verloren gegangen ist bzw. unbewusst wurde.

Für mich geht es im Leben darum, Grenzen zu sprengen, aufzulösen, vernichten und alles, was mehr Platz schafft! Welche Grenzen kennt ihr, welche möchtet ihr auflösen und wie bringt ihr das vonstatten? Hinterlasst mir einen Kommentar, schreibt mir eine E-Mail oder eine Nachricht via Social-Media. Wenn ihr in einer Lebenssituation feststeckt und denkt, dass ich euch helfen kann – schreibt mir eine Nachricht, egal wie „bescheuert“ euch das Thema vorkommt. Ich behalte es für mich und tue, was ich kann, um euch zu helfen.

 

C-L

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