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Bewusst Leben 26: Zeit

Zeit ist ein außergewöhnliches Konstrukt. Die Menschheit hat die Zeit definiert, ihr oftmals einen Nullpunkt verliehen und in Jahre, Tage, Stunden und Minuten aufgeteilt. Ob sie allerdings überhaupt existiert, daran scheiden sich die Geister. Als Rasse haben wir uns lediglich auf ein allgemein gültiges System geeinigt, mit dem wir uns über Zeiträume und Zeitpunkte verständigen können. Dies gab es historisch gesehen in unterschiedlichsten Formen und Variationen. Es wurden teils religiöse Ereignisse, der Tod eines Menschen, Sternenkonstellationen und Regierungszeiten als Einheit oder Nullpunkt gesetzt. Derzeit benutzen wir die angenommene Geburt eines Mannes als Nullpunkt. Festgelegt wurde dieser etwa 500 Jahre nach seiner Geburt, errechnet mit der Bibel als Quelle. Das Ding ist: Wen juckt es, ob wir uns dabei um 1000 Jahre verrechnet haben oder nicht – wir leben. Außerdem wissen wir, dass wir nur begrenzt Zeit zur Verfügung haben – was bleibt also, außer sie zu nutzen?

Wenn es nach mir geht, leben wir einzig und allein in einem Moment: der Gegenwart. Die Vergangenheit und die Zukunft existieren dabei nur in unseren Köpfen – als Erinnerung oder Wunschvorstellung (Positiv/ Negativ; beide verquirlt). Auch lässt sich an Zeit wunderbar ein Beispiel dafür nennen, dass wir alle unterschiedliche Realitäten besitzen: Ein Event, dass eine Stunde dauert, kann für mich in gefühlt 30 Minuten vorüber sein, während es sich für den Zuschauer neben mir wie zwei Stunden anfühlt. Wir sehen eine identische Show, allerdings mit zwei unterschiedlichen Gemütern/ Persönlichkeiten/ Interessen. Der eine genießt die Show, der andere steckt mit seinen Gedanken vermutlich sonst wo.

Die gute und die schlechte Zeit

Jeder von uns hat gute und schlechte Zeiten hinter sich. Wie wir uns in diesem Fall allerdings das Gut und Schlecht definieren, ist einzig und allein uns selbst überlassen. Ich habe für mich festgestellt, dass das Zurückblicken auf vergangene Erlebnisse oftmals Erkenntnisse für die Gegenwart liefert. So habe ich bemerkt, dass ich im Nachhinein allen Ereignissen in meinem Leben  etwas Positives abgewinnen kann. Darauffolgend kam die Überlegung auf, das jeder Moment im Leben gut ist; nur sehen wir das Gute oftmals erst im Nachhinein. Sich darüber jedoch im Klaren zu sein, erlaubt das Leben im Moment – dieser ist schließlich immer gut, muss manchmal allerdings reifen und braucht Zeit.

So kennen wir gute und schlechte Zeiten aus einem Grund: Wir wissen, dass beide vorübergehen. In schlechten Zeiten können wir uns daher sicher sein, dass sie ein Ende haben. Die guten Zeiten sollten wir hingegen genießen – da uns auch bewusst ist, dass sie enden. Bei diesem Denkansatz betrachten wir eine Medaille von beiden Seiten – im Alltag wird das oft vergessen und nur eine Seite betrachtet; weil wir es so gewohnt sind.

Die Zeit läuft schneller mit dem Alter

Warum läuft die Zeit mit steigendem Alter schneller? Laut wissenschaftlichen Untersuchungen liegt das daran, dass wir mit steigendem Alter immer weniger neues lernen. Das Gehirn speichert Neues nämlich umfangreich, während Altbekanntes nur kurze Aufmerksamkeit bekommt. Das bedeutet in etwa: ein trainiertes Gehirn hält länger. Wer mit offenen Augen durch die Welt läuft, bemerkt das relativ einfach an älteren Mitmenschen. Die, die sich beschäftigen, Ziele haben und nie aufgehört haben zu lernen, sind meist aktiver, gesünder und glücklicher als die, die ihre Zeit mit Fernsehen und dem „alltäglichen Trott“ verbringen.

Und jetzt angenommen man wüsste davon – das Leben im Rentenalter wird besser, wenn man auf dem Weg dahin sein Gehirn trainiert und immer damit weiter macht. Heutzutage, wenn man mit Arbeitern redet, die kurz vor der Rente stehen und nach hackt, was sie an ihrem Lebensabend vorhaben, bekommt man meist Schulterzucken zurück. Meiner Meinung nach sind das die Menschen, die ein hohes Risiko für zum Beispiel Demenz haben. Daher sollte jeder einzelne seinen Denkapparat trainieren – auch wenn es nur wenige Minuten am Tag sind. Irgendwann, kommt das dem einzelnen wieder zu Gute.

Wie lautet eure Meinung zum Thema Zeit? Habt ihr euch ausführlich damit beschäftigt? Seid ihr zu Ergebnissen gekommen? Hinterlasst mir doch einen Kommentar, schreibt mir eine E-Mail oder via Social-Media. Ich freue mich über jede Nachricht!

C-L

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