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Bewusst Leben 21: Unser Weltbild

Wenn man abends die Nachrichten einschaltet, erfährt man hauptsächlich von Konflikten, Verbrechen, Gewalt, Konzernen und äußerst reichen bzw. als schön interpretierten Menschen. Doch ist dies schlichtweg nur das Weltbild, dass uns die Fernsehsender vermitteln wollen, um Einschaltquoten zu generieren und daraus Geld zu machen. Die Auswirkung auf den Einzelnen bleibt dabei selbstverständlich außer Acht. Daher ist es eigentlich nur logisch, dass einzelne Individuen mit dieser „beschissenen Welt“ nicht mehr klarkommen – schließlich bekommt man hauptsächlich ein negatives Bild auf die Begebenheiten in der Welt serviert. Dass bei jeder Katastrophe auch unzählige Menschen helfen, bleibt oftmals auf der Strecke oder wird nur am Rande erwähnt.

Hier kommt unser Blickwinkel auf Ereignisse ins Spiel. In Marokko sagt man, wenn etwas auf den Boden fällt – „For good Luck“ – „Für gutes Glück“ – bei uns flucht man. Der Marokkaner bleibt entspannt, für den Deutschen ist es oftmals der Anfang eines schlechten Tages. Ähnlich wie das die Nordafrikaner mit einer Kleinigkeit machen, steht jedem von uns frei, das Bild von der Welt zu sehen, dass er sehen möchte. Aber: Wie soll das funktionieren? – relativ einfach: Kraft der Gedanken.

Dein Weltbild – Mein Weltbild

Jeder von uns hat einen anderen Blickwinkel auf die Welt – oder, in anderen Worten: Die Realität eines jeden Menschen unterscheidet sich vollständig zu der eines anderen. Der gleiche Satz oder das gleiche Erlebnis kann dabei von zwei Individuen vollständig anders interpretiert werden. Manche sehen in einem Autounfall eine zweite Chance, andere nur den Blechschaden und die damit verbundenen Kosten. Dieser Blickwinkel bestimmt allerdings, ob und wie wir unsere Erlebnisse verarbeiten. Man sagt, dass Zeit alle Wunden heilt – Das halte ich für Blödsinn. Wir lernen stattdessen, mit der Wunde zu leben. Heilung ist etwas anderes. So sagt man auch, dass man durch Schicksalsschläge entweder wachsen, oder daran zugrunde gehen kann. Welchen Weg man einschlägt, bleibt einem selbst überlassen.

Wenn wir einmal über unser bisher gelebtes Leben nachdenken: War es im Nachhinein wirklich schlecht oder war unsere momentane (damalige) Auffassung, dass uns etwas Schlechtes passiert? Gibt es überhaupt Dinge, die uns den Lebensweg vermiest haben oder hat sich im Nachhinein alles als passend herausgestellt? Durch dieses Denken ist nämlich eins möglich: Wir können jeden Moment als bestmöglich akzeptieren und uns sicher sein, dass er vorteilhaft für uns ist. Wenn also mal ein Wunsch nicht in Erfüllung geht, dann nur, weil wir etwas Besseres bekommen, als wir uns vorstellen konnten.

Die Akzeptanz anderer Ansichten

Jeder von uns hat zu jedem Thema andere Ansichten. Eine der ältesten der Welt ist zum Beispiel: Thor, Gott, Allah oder doch die Schlümpfe – Manche bilden sich ein, dass es sie gibt, andere lehnen diese Vorstellung ab. Hat deswegen jemand „mehr Recht“ oder ist aufgrund seines Glaubens „besser“ als der andere – definitiv nein. Wir füllen nur ein Loch, dass vermutlich viele in sich tragen, mit den bisher existenten Vorstellungen einer höheren Macht. Ob der „Allah-Füller“ in irgendeiner Weise besser ist als der „Thor-Füller“, wage ich zu bezweifeln. Allerdings gibt es nach wie vor Menschen, die denken, dass ihr Gott der einzig wahre ist – dann ist er das auch, allerdings NUR für den Einzelnen.

Uns gegenseitig mit aller Gewalt (wortwörtlich!) unsere Meinung aufzudrücken, versuchen wir seit tausenden von Jahren. Sei das durch „heilige“ Kriege, Diktatoren oder Politiker, die ihren Platz nicht kennen.  So wirklich besser geworden ist davon allerdings nichts – wir haben eher unser Leid vergrößert.  Eine Abhilfe davon verspricht ein einfaches Mittel, dass wir ebenfalls seit langer Zeit einsetzen: Reden. Nur so können wir einen gemeinsamen Nenner finden und unsere Ungereimtheiten aus dem Weg räumen. Jetzt sagen garantiert einige: „Als ob das so einfach wäre!?!“ – Ich sage: Ja, ist es. Wir sollten allerdings zuhören, um zu verstehen, erst dann antworten. Bisher hören wir nur zu, um zu antworten – ein riesiger Unterschied!

Mich interessiert selbstverständlich eure Meinung zu diesem Thema! Hinterlasst mir doch einen Kommentar oder schreibt mir eine E-Mail oder eine Nachricht via Social-Media!

C-L

 

 

 

 

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