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Besser Leben 19: Unsere Sprache

Unsere Sprache ist unser tägliches Werkzeug zur Verständigung mit anderen. Dennoch denken wir kaum über die Worte nach, die wir täglich ins Universum entlassen. Meiner Meinung nach hat die Wahl unserer Worte allerdings sehr viel mehr mit unserer Realität zu tun, als uns das bewusst ist. Wir behandeln Worte oftmals als Synonyme, obwohl ihre Bedeutung eigentlich eindeutig ist. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist die Verwendung von „kriegen“ und „bekommen“.  Achtet dabei auf den Wortlaut und den Klang, der Vibrationen erzeugt und mit dem wir unsere Realität steuern. Manche Menschen sagen, dass sie ein Baby kriegen, andere bekommen eins. Ist die Aussage jedoch identisch oder gibt es Feinheiten, in denen sie sich unterscheiden? Meiner Meinung nach steht „kriegen“ dafür, dass wir etwas bekämpfen, bis es uns gehört. Beim Bekommen ändern wir Kleinigkeiten an uns, die das gewünschte Ergebnis ohne Gegenwehr in unser Leben ziehen.

Wenn eine junge Mutter also Probleme in der Schwangerschaft hat, sollte sie, meiner Meinung nach, zuerst überprüfen, ob sie ein Kind bekommt oder eins kriegt. Diesen Begriff im Kopf zu ändern, sich der richtigen Verwendung dafür bewusst zu werden und sie nach und nach zu festigen, ist eine tägliche Aufgabe, der es sich jeden Morgen neu zu stellen gilt – sobald man wach ist. Dafür bekommt man allerdings auch einiges an Gegenleistungen – ein weitaus angenehmeres Leben, zum Beispiel.

Negativität oder Positivität – Deine Entscheidung!

In unserer Sprache achten wir wenig bis nie auf die Polarität unserer Worte. Für gewöhnlich möchte aber jeder Mensch ein positives Leben, positive Erfahrungen und positive Beziehungen zu seinen Mitmenschen. Warum verwenden wir dann nicht auch eine positive Sprache – kommt mir in den Sinn. So sollte Essen niemals „nicht schlecht“ sein, sondern „gut“. Wenn wir eine Person treffen, die wir „nicht treffen wollen“, dann sollten wir vielleicht lieber „unentdeckt bleiben“. Bei einem Meeting sollten wir nicht „nicht zu spät kommen“, sondern „pünktlich sein“. Diese Liste lässt sich beliebig lang erweitern. Alle „negativen“ Ausdrücke haben dabei eins gemeinsam: Wir wiederholen, was unerwünscht ist, anstatt auszusprechen, was wir in unser Leben ziehen wollen. Im Übrigen bleibt das „nicht“ vom Universum unbeachtet – es dient uns nämlich zum Verneinen einer Aussage, die trotzdem als positiv gewertet wird – so wird aus dem „schlecht“ ein „nicht gut“.

Mehrsprachig Denken

Für die, die mehrere Sprachen sprechen, kann es hilfreich sein, das Denken auf zwei (oder mehr) Sprachen auszuweiten. So beherbergt die englische Sprache einige positive Affirmationen, die im Deutschen negativ behangen sind. So hat der Engländer eher einen „great day“ (großartigen Tag) als einen Tag, der „not bad“ (nicht schlecht) war. Selbstverständlich ist es kontraproduktiv in einem Deutschen Gespräch in einer Fremdsprache zu antworten; aber mir geht es einzig und allein um das Denken.

Man sagt, dass wir mit Fremdsprachen auch eine weitere Persönlichkeit assoziieren. Da wir zum Beispiel Englisch meistens im Urlaub sprechen und dabei entspannter sind als im gewöhnlichen Alltag, verbindet unser Gehirn die Emotionen mit der Sprache. So kann es passieren, dass man im Englischen schon besser gelaunt ist, im Spanischen der guten Laune aber nochmals eins drauf setzt. Zumindest sind meine Erfahrungen so gestrickt – ich möchte aber gerne auch Eure erfahren. Hinterlasst mir doch dazu einen Kommentar oder schreibt mir eine E-Mail. Ich freue mich darauf!

 

C-L

 

 

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