Bewusst Leben 13: Lachen und Lächeln
2. September 2018
Bewusst Leben 15: Werbung
16. September 2018

Bewusst Leben 14: Frieden

Es wird Zeit: Frieden

Kennt ihr jemanden, der sich wünscht, dass Krieg kommt? Ich habe mich inzwischen mit einigen Menschen darüber unterhalten und ein Großteil hatte die Meinung, dass Krieg nötig ist, damit wir uns weiter entwickeln und unsere Welt verbessern. Ich sage, dass Schluss mit Krieg ist! Seit tausenden von Jahren schlagen wir uns gegenseitig die Schädel ein und entwickeln Möglichkeiten, um das schmerzvoller, präziser und über größere Distanzen zu ermöglichen. Gebracht hat es außer Leid, Kummer und Schmerz nur Geld in die Kassen weniger. Gekostet hat es uns unter anderem ein, in Blut getränktes Mittelalter, unzählbar viele Tote und damit Witwen und Waisenkinder. Zur Hölle: Wer will so weiter leben? Wenn das einer möchte, dann soll er allein in den Krieg ziehen und nicht die Bevölkerung eines Landes mit in dieses Unglück ziehen. Dasselbe gilt für Religion. Wer denkt, dass sein Gott von ihm verlangt Menschen zu töten, soll umdenken. Von dieser Gattung wendet sich Gott ab, denkt ihr nicht?

Frieden und Respekt

Angenommen, die Menschheit schafft es und lässt ihre Differenzen über die Bräunung der Haut (näher am Äquator – mehr Sonne – Haut dunkler – logisch, oder), der Religion (Es gibt tausende Götter, deiner ist richtig? – mir egal, es ist deiner) oder diesem bedruckten, wertlosen Papier, das wir Zahlungsmittel nennen, hinter sich – was dann? Ist das dann Frieden? Reicht das für Frieden? Wie sieht Frieden aus? Meiner Meinung nach hat Frieden ein mächtiges Synonym, das aber kaum jemand bedenkt: Respekt.

Wie sieht eine Welt aus, in der sich jeder respektiert? Es reicht wohl, wenn jeder dem Leben des anderen Wert gibt aka. das Leben respektiert. Das sollte in einer fortgeschrittenen Gesellschaft jedoch selbstverständlich sein. Angenommen ich, als ausländerfeindlicher Vollpfosten schaffe es, meinen Hass derart aufzuweichen, dass ich an Mitbürgern anderer Herkunft vorbeigehen kann, ohne mich über Dinge aufzuregen, von denen ich weit weniger weiß, als ich zugeben möchte? Damit meine ich die Geschichte dieser Menschen – seien sie vermummt, tragen Burka oder einen Turban. Es ist ihr Leben. Wer weiß, wie viel sie durchmachen mussten. Wenn ich also nichts Gutes beizutragen habe, halte ich mich raus. Das sollte allerdings vice versa passieren. Amen!

Jetzt wird es völlig verrückt: Was, wenn wir zusätzlich unseren Planeten respektieren würden und Stück für Stück aufhören ihn zu zerstören. Nachhaltigkeit ist dabei das Stichwort. Muss ich das ganze Jahr über Orangen im Supermarkt kaufen können oder reicht es mir, wenn ich sie ab und an zu kaufen bekomme – im Angebot? Anstelle davon gibt es nämlich zahlreiche lokale Fruchtsorten, die frisch vom Baum weit besser schmecken als die Orangen, die über tausende Kilometer zu mir in den Discounter gekarrt werden. Was dabei an Ressourcen auf dem Weg liegen bleibt, scheint aber niemanden zu interessieren – dabei macht Kleinvieh wie dieses den meisten Mist und ist auch nur ein Punkt von vielen. In den anderen Teilen von „Bewusst leben“ habe ich weitere erwähnt – Sand, zum Beispiel.

Was passiert, wenn Frieden herrscht?

Das soll sich jeder selbst ausmalen. Ich halte es für die nächste Stufe in der menschlichen Entwicklung und den einzig logischen Schritt, den wir als Rasse gehen können. Beispiele, wie es funktionieren könnte, bekommen wir zuhauf aus dem Tierreich: Ameisen, Wölfe, Pinguine, Wale…etc. Sie alle haben Besonderheiten in Sachen Rudelbildung und Zusammenleben, von denen wir nur lernen können. Ein Wolf allein stirbt langsam und qualvoll – im Rudel sind sie stark. Stell dir mal die Stärke der Menschheit vor, wenn alle zusammen arbeiten und sich gegenseitig helfen. Unvorstellbar? Noch!

Beispiele aus dem Tierreich

Dabei ist eine Tierart vermutlich nicht das Non-Plus-Ultra, sondern zeigt uns jede Art einen Bereich, in dem wir uns verbessern können. Bei den Wölfen läuft das Alpha-Männchen als letzter im Rudel und passt auf alle auf. Die alten und schwachen Wölfe laufen vorne weg und bestimmen die Geschwindigkeit des Rudels. Somit sind alle Tiere integriert, man gibt aufeinander Acht und lebt gemeinsam. Bei den Menschen läuft die Rangordnung vermutlich ähnlich und doch anders. Ein „alter Wolf“, der kaum noch beim Jagen helfen kann, kann bei den Menschen locker weiter leben – schließlich haben wir unsere Nahrungsquellen unter Kontrolle – im Gegensatz zum Wolfsrudel.

Pinguine schubsen gerne mal andere Artgenossen von Klippen, um zu sehen, ob das Wasser frei von Seelöwen, Haien etc. ist. Das ist zwar eher die unfreundliche Art, aber Pinguine wechseln sich auch bei der Brut ab. Das Männchen behütet das Ei, während das Weibchen Futter holt. Dabei ruht sich das Männchen aus und sobald das Frauchen wieder da ist, werden Rollen getauscht. Wenn einem der beiden auf der Futtersuche allerdings etwas zustößt – was passiert dann? Würde es rechtfertigen, dass die Mutter eine andere Mutter in den Tod stürzt, um sich sicher zu sein, dass sie ihr Ei wieder erreicht? Angenommen die Pinguine würden ihren Nachwuchs im Kollektiv aufziehen und sich bei der Futtersuche perfekt miteinander verständigen – wäre dann die unfreundliche Art noch nötig? Vielleicht würden generell die Kinderlosen ins Wasser springen, um die nächste Generation möglichst sicher und verlustfrei aufzuziehen. Das wäre eine unglaublich fortschrittliche Art der Evolution. Hat man keine Nachkommen, geht man Risiken ein, um die Nachkommen der anderen zu schützen und ihnen das bestmögliche Leben zu ermöglichen – ein nobler Gedanke.

Im Menschenreich kann man das mancherorts live beobachten. Nach dem Unglück in Fukushima waren es die älteren Mitbürger, die sich bereit erklärten dort aufzuräumen und sich Strahlung aussetzten – immer in dem Wissen, dass der Krebs länger brauchen würde, als sie leben würden. Solche Leute gehören geehrt – stattdessen feiern wir Fußball-spieler und Schau-spieler, nebenbei bemerkt.

Mit diesen Zeilen möchte ich verdeutlichen, dass es einiges abzuschauen gibt, allerdings muss jeder für sich entscheiden, welchen Teil er für richtig hält, welcher im Tierreich bleiben sollte und welchen es weiter zu entwickeln gilt. Was denkst du darüber? Hinterlass mir doch bitte einen Kommentar! Mich interessiert die Meinung von anderen.

 

Christian-Lothar Ludwig

 

 

 

 

 

 

3
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
1 Kommentar Themen
2 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
2 Kommentatoren
Jutta Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
neueste älteste meiste Bewertungen
Benachrichtige mich bei
Jutta
Gast
Jutta

lieber Lodda, der 11. September vor 17 Jahren stellte für mich, als halbe Amerikanerin, eine besondere Herausforderung dar, Um halb acht Uhr MEZ, ca. zwei Stunden vor dem lebensbeeinflussenden und lebensbeendenden Ereignissen von Tausenden in New York, wurde mein Sohn geboren. Bislang einer der wertvollsten Tage in meinem Leben, Nichts liegt mir näher als an diesem Tag, so wie du, an Frieden zu denken,
Sei lieb umarmt
Jutta

%d Bloggern gefällt das: